Ressourcensparende Rohrpost

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Ressourcensparende Rohrpost

Mithilfe einer hochmodernen Rohrpostleitung transportiert das Lab2Lab-System Wirkstoffproben aus den Forschungslabors zur Analytik und vereinfacht und automatisiert damit einen wesentlichen Schritt der Arzneimittelforschung.

Publiziert am 15/05/2023

Fotos und Text von Björn Myhre
Rohrpostnetze gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. Sie waren in Banken, Spitälern und Fabriken auf der ganzen Welt gang und gäbe. Ingo Muckenschnabel und sein Team haben diesen bewährten Ansatz aufgegriffen und in eine vollautomatische, hochmoderne Analytik integriert, um die Arzneimittelentdeckung zu beschleunigen.

Rohrpostnetze gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. Sie waren in Banken, Spitälern und Fabriken auf der ganzen Welt gang und gäbe. Ingo Muckenschnabel und sein Team haben diesen bewährten Ansatz aufgegriffen und in eine vollautomatische, hochmoderne Analytik integriert, um die Arzneimittelentdeckung zu beschleunigen.

Im Rahmen der Arzneimittelforschung werden zunächst neue chemische Substanzen im Labor hergestellt. Im nächsten Schritt werden diese Substanzen in Bezug auf Reinheit, Molekulargewicht und Struktur charakterisiert – wofür jeweils eine Probe separat analysiert werden muss.  Diese Messungen sind entscheidend für das Verständnis der Substanz. Vor Lab2Lab mussten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Probe manuell zu jedem der einzelnen Analysegeräte tragen und die Daten selbst aufzeichnen.  Mit Lab2Lab können die Wissenschaftler nun ein mit einem Strichcode versehenes Fläschchen mit einer einzigen Probe scannen und in einen Sender einlegen. Danach übernimmt das automatisierte System die Arbeit.

Im Rahmen der Arzneimittelforschung werden zunächst neue chemische Substanzen im Labor hergestellt. Im nächsten Schritt werden diese Substanzen in Bezug auf Reinheit, Molekulargewicht und Struktur charakterisiert – wofür jeweils eine Probe separat analysiert werden muss.

Diese Messungen sind entscheidend für das Verständnis der Substanz. Vor Lab2Lab mussten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Probe manuell zu jedem der einzelnen Analysegeräte tragen und die Daten selbst aufzeichnen.

Mit Lab2Lab können die Wissenschaftler nun ein mit einem Strichcode versehenes Fläschchen mit einer einzigen Probe scannen und in einen Sender einlegen. Danach übernimmt das automatisierte System die Arbeit.

Schritt 1: Entnahme einer Probe aus einem Experiment und...

Schritt 1: Entnahme einer Probe aus einem Experiment und...

...Einlegen der Probe in ein mit einem Strichcode versehenes Gefäss.

...Einlegen der Probe in ein mit einem Strichcode versehenes Gefäss.

Schritt 2: Anmeldung an einer Sendestation. Die Wissenschaftler wählen dabei die gewünschte Analyseform wie Molekulargewicht, Reinheit oder andere Eckwerte aus einem Menü aus. Danach scannen sie das Fläschchen.

Schritt 3: Nach dem Einwerfen in den Sender schickt die Rohrpost die Fläschchen zu den entsprechenden Analysegeräten. Die Wissenschaftler können zu anderen Experimenten im Labor zurückkehren.

Schritt 3: Nach dem Einwerfen in den Sender schickt die Rohrpost die Fläschchen zu den entsprechenden Analysegeräten. Die Wissenschaftler können zu anderen Experimenten im Labor zurückkehren.

Schritt 4: In den zentralen Analyselabors von Novartis werden die Proben unter anderem hinsichtlich Reinheit, Molekulargewicht und Struktur charakterisiert.

Schritt 4: In den zentralen Analyselabors von Novartis werden die Proben unter anderem hinsichtlich Reinheit, Molekulargewicht und Struktur charakterisiert.

Schritt 5: Die Ergebnisse werden in der Mailbox angezeigt.

Schritt 5: Die Ergebnisse werden in der Mailbox angezeigt.

Das Lab2Lab-System stellt sicher, dass die Fläschchen so effizient wie möglich bearbeitet werden. Die Analysemaschinen müssen sich nicht mehr in Gehdistanz zu den Labors befinden – das spart wertvolle Zeit für die Wissenschaftler und Ressourcen für das Unternehmen. Bisher wurde das Lab2Lab-System in mehr als fünf Forschungsgebäuden in Basel und Cambridge installiert. Kürzlich wurde damit begonnen, die jeweiligen Gebäude miteinander zu verbinden, um den Transport von Proben zwischen den Labors zu ermöglichen.

Das Lab2Lab-System stellt sicher, dass die Fläschchen so effizient wie möglich bearbeitet werden. Die Analysemaschinen müssen sich nicht mehr in Gehdistanz zu den Labors befinden – das spart wertvolle Zeit für die Wissenschaftler und Ressourcen für das Unternehmen. Bisher wurde das Lab2Lab-System in mehr als fünf Forschungsgebäuden in Basel und Cambridge installiert. Kürzlich wurde damit begonnen, die jeweiligen Gebäude miteinander zu verbinden, um den Transport von Proben zwischen den Labors zu ermöglichen.

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