Computerwissenschaft soll Ordnung...
Publiziert am 01/07/2020
Sich dieser Tage mit Luca Finelli zu verabreden, ist alles andere als einfach. Der studierte Physiker, der das als SENSE bezeichnete Konzept der Kontrollstelle für klinische Studien ersann, steckt bis zum Hals in Arbeit. Denn seine Aufgabe besteht darin, die Digitalisierung von Novartis zu beschleunigen und die Nutzung von auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Tools – darunter auch maschinelles Lernen – konzernweit zu erhöhen.
Neben vielen weiteren aktuellen Aufgaben unterstützen Luca Finelli und sein Insights Strategy and Design Team (ISD) Novartis Technical Operations dabei, dessen globale Prozesse, die mehr als 60 Produktionsstätten einschliessen, zu digitalisieren. Ebenso helfen sie Global Drug Development, die Finanzplanung der zahlreichen klinischen Tests, die die Division Jahr für Jahr durchführt, zu ordnen und mit prädiktiver Analytik zu unterlegen, um zukünftige Entwicklungen vorauszusehen.
Ganz ähnlich wie bei der Plattform SENSE, die Novartis ermöglicht, bei ihren über 500 laufenden klinischen Studien den Überblick zu bewahren und Fortschritte in Echtzeit zu bewerten, zielt das konzerninterne ISD-Team um Davide Franco, Gernot Weber, Robert McGregor und David Heard darauf ab, umständliche und manuelle Verfahren in schnelle und prädiktive Prozesse umzuwandeln.
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit Novartis Technical Operations helfen die ISD-Teammitglieder der Produktionsdivision, Abläufe transparenter und effizienter zu machen. Dabei setzen sie zur Unterstützung der Alltagsarbeit an den verschiedenen Standorten Echtzeitdaten ein, um die standortspezifische Leistung zu analysieren, Risiken zu bewerten und Prognosen zu erstellen, die zu den richtigen Entscheidungen verhelfen sollen. Das System dürfte zu einer höheren Transparenz bei Produkten, Lagerbeständen und der allgemeinen Lieferkette beitragen. In ähnlicher Weise entwickelt das Team eine als Dynamo bezeichnete, KI-gestützte Lösung, um die Planung der Investitionen für klinische Studien zu verbessern. Dass Teams grob schätzen, wie hoch die Kosten künftiger Studien sind, und im Anschluss Jahr für Jahr von der Finanzabteilung eines Besseren belehrt werden, soll es von nun an nicht mehr geben. Stattdessen konzipiert das ISD-Team gemeinsam mit GDD Finance und der GDO-Funktion Algorithmen, die aus Ausgaben für frühere Studien und operativen Daten lernen und künftige Kosten vorhersagen.
«Dynamo ist unsere neueste Lösung im Rahmen des Nerve-Live-Programms. Mit Dynamo möchten wir erreichen, dass Algorithmen aufgrund der tatsächlichen Ausgaben in früheren Jahren Muster erkennen und dann im Hinblick auf neue Studien den Ausgabenverlauf prognostizieren. Ein anschliessender Vergleich soll den Mitarbeitenden ermöglichen, ihre Budgets besser zu planen», macht Luca Finelli deutlich.







